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Es ist normal,

verschieden zu sein

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Lehrerkommentare

Lehrkräfte unserer Schule berichten
 
Manuel Maelger, Sport-und Hauswirtschaftslehrer, Beratungslehrer, seit 2017 an unserer Schule.

„Gemeinsam heranwachsen. Dieser Leitspruch begleitet uns an der Gemeinschaftsschule Hotzenwald jeden Tag. Sei es bei Ausflügen, Projekten oder gemeinsamen Aktionen. Es ist schön zu beobachten, wie ganz unterschiedliche Kinder gemeinsame Ziele erarbeiten und gemeinsam den Schulalltag gestalten. Dies zeigt sich auf ganz besondere und kreative Weise bei unseren regelmäßigen Schulversammlungen. Hier präsentieren alle gemeinsam das Erlernte und sich selbst. Manch Eine und Einer wächst hier über sich heraus und zeigt großen Mut vor einer ganzen Schule zu sprechen und damit im Mittelpunkt zu stehen.

„Gemeinsam heranwachsen“ bedeutet auch, sich über die Bedürfnisse aller am Schulalltag beteiligten Gedanken zu machen. So unterstützt die SMV auf herausragende Weise die Schule bei der Umsetzung von Projekten. Eigene Ideen werden vorgestellt und eigenständig umgesetzt. So z.B. die Gestaltung des Schulhofs und ein Rot-Kreuz-Kurs für die Schulsanitäterausbildung.

Gemeinsam heranwachsen bedeutet auch, dass Lehrer und Schüler sich in regelmäßigen Coachinggesprächen treffen und Problemfelder besprechen und versuchen Lösungen gemeinsam zu finden. Dies schafft für mich ein sehr großes Vertrauensverhältnis untereinander und macht das Arbeiten sehr viel leichter.

Für mich als Lehrer ist es sehr bereichernd an unserer Schule zu arbeiten. Jeder Tag bringt neue und schöne Erlebnisse mit sich. Es macht Spaß so viele unterschiedliche Charaktere beim Heranwachsen zu beobachte und zu begleiten.

Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern eine fröhliche und erfüllende Schulzeit.“

Joscha Brandhorst
Lehrer für die Fächer Deutsch, Sport und Geografie
Schneesportlehrer
seit 2019 an unserer Schule

Oft werden Schule und Leben als zwei voneinander getrennte Orte verstanden: „In der Schule lernt man für das Leben.“ So oder so ähnlich klingt das dann. Zum Glück kann man diese Wörter aber auch zusammenschreiben: „Das Schulleben.“

 

Im Schulleben der Gemeinschaftsschule Hotzenwald haben wir das Motto: „Es ist normal, verschieden zu sein“ - ein schöner Gedanke, finde ich. Und dieses Leben mit unterschiedlichsten Menschen, die gemeinsam lernen, lehren und arbeiten, empfinde ich als spannend und bereitet mir große Freude.

Joscha Brandhorst

Unsere Schule ist klein, daher haben wir die Chance, gute und stabile Beziehungen zueinander aufzubauen und uns Zeit zu nehmen – essentiell für nachhaltiges Lernen. In der Mensa, auf dem Gang, in der Pause, beim Warten auf den Bus, bei der Schulversammlung, bei Aktionen wie dem Schneesporttag und natürlich im Unterricht treten wir gemeinsam in Kontakt, so wird jede*r bei uns gesehen und weiß, dass er oder sie wichtig ist. Diese Haltung spiegelt sich auch im Schulkonzept in den Bausteinen „Coaching“ und „individuelle Rückmeldungen“ wider.

 

Ich unterrichtete zuvor an einer Realschule und wurde anfangs oft gefragt: „Wie machst du das mit dem Differenzieren?“ Ehrlich gesagt, wusste ich das selbst nicht so genau. Es stellte sich aber schnell heraus, dass Differenzierung, also Arbeiten auf G-, M- und E-Niveau, eine ganz natürliche Art des Lernens ist. Die Schüler*innen arbeiten am gleichen Thema, aber eben in ihrem Tempo und auf ihrem Niveau. Sie unterstützen sich gegenseitig, lernen voneinander, hören sich zu und dürfen viel in Gruppen selbstständig arbeiten.


Gerade wird die Schule umgebaut - viel Platz für neue Ideen, auf die ich mich jetzt schon freue.


Rita Hammer

Rita Hammer
Lehrerin für die Fächer Bildende Kunst, Hauswirtschaft-Textiles Werken, Biologie
seit 2002 an unserer Schule (zunächst in Rickenbach)

 

 „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“

 

Als wir 2013 mit dem Unterricht in der Gemeinschaftsschule begonnen haben, hatten wir uns vorher auf ein Konzept geeinigt nach dem wir auch heute noch zum Teil arbeiten. Bei den Sitzungen kam uns immer das oben genannte afrikanische Sprichwort in den Sinn. Schon in der Grund- und Hauptschule in Rickenbach (und das war in Herrischried sicher nicht anders) habe ich viel Entgegenkommen von Seiten der Eltern, der Gemeinde und Gewerbetreibenden gespürt.

 

Diese Zusammenarbeit spüre ich heute in Herrischried immer noch an vielen Stellen.

Als Hauswirtschaftslehrerin klappt die Zusammenarbeit z.B. mit den Lebensmittelmarkt, dem Metzger und dem Bäcker völlig reibungslos. Auch Betriebsbesichtigungen in Handwerksbetrieben im Rahmen der Berufsvorbereitung werden immer gerne gesehen und lassen sich leicht verwirklichen. Aber auch die Zusammenarbeit mit den Schülern und Eltern hat sich intensiviert. Durch die kontinuierlich stattfindenden Coaching- und Elterngespräche lassen sich aufkommende Probleme viel besser aus dem Weg räumen oder es werden entsprechende Lösungen gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern gesucht.

Die Informationsmöglichkeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern hat sich durch das Lerntagebuch erheblich verbessert. Auch das  Angebot der Schulsozialarbeit  und Beratungen durch den Beratungslehrer wird in Zukunft eine Hilfe bei der Erziehung unserer Kinder sein.

Und zum Schluss möchte ich noch das Thema Inklusion ansprechen. Auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen gehören zu einem Dorf und finden durch das Zusammenarbeiten in der Gemeinschaft einen Platz, der sie auch später als Erwachsene zufriedenstellen kann.
Aus diesen Gründen arbeite ich noch immer nach all den Jahren sehr gerne beim „Aufziehen“ der Kinder im Dorf  „uff'm Wald“ mit. Wer mich kennt, weiß, dass allemanisch nicht meine Muttersprache ist. Trotzdem bin ich immer sehr freundlich in der Gemeinschaft im Hotzenwald aufgenommen worden und man hat mir bei der Erziehung und Ausbildung der Kinder immer viel Vertrauen geschenkt. Dafür möchte ich mich bedanken.

                                                         Rita Hammer